| |
 |
L Y R I K |
| |
Aufgesetzt
Ich sehe dich und deine Hände Du weißt nicht wohin sie gehören Und du kennst nicht die Bedeutung Die sie in den Mund nehmen
Sie fragen dich nicht wirklich Nach deinem Befinden: Gut siehst du aus
Sie lächeln dich an Zeigen ihre Jacketkronen Und du machst den Mund nicht auf Die Lücke ist nicht zu übersehen
Sie fahren davon In ihrem Hightechuntersatz
Und ich sehe dich Wie du dich aufs Rad schwingst Gas gibst Und lächelst
© Sabine Fenner
|
|
|
Es brennt unter den Nägeln
Heute Nacht hätte ich sie aufschreiben können Doch man sagte mir Ich solle Schäfchen zählen Ja, und ich hätte mich strecken müssen Folge ich ihnen nicht gleich Sind sie weg
Morgens beim Kaffee Ging es um andere Themen Dabei hatte ich sie mir zurechtgelegt Aber wie es so ist Wenn man es nicht gleich macht Drängelt sich der Alltag vor Zeigt dann seine Egozentrik Und der Verstand erzählt dir was Von Realität und das Wichtigste zuerst Du schaffst, rackerst und am Ende bist du matt
Was solls Papier und Bleistift liegen jetzt bereit Und ich bin mir sicher Diesmal schreibe ich sie auf
© Sabine Fenner
|
|
|
Was von den Bäumen kommt
In diesem Herbst Wollen wir die Ruhe lieben Und die Dunkelheit nicht fürchten
Die Feuer sollen lodern Über den Dächern braust der Wind Auf den Straßen laufen schnelle Füße
Und lasst uns singen So wie zu anderen Zeiten Lachen ist doch Lebenselixier
Wenn die Zeit kommt Steht der Stern am Himmel Und Bruder... zu Bruder
In den Häusern Zündet die Kerzen Und denkt auch an jene
Die abseits stehen Und auch an die Die säen
© Sabine Fenner
|
|
|
Ich weiß um deine Not
Was du brauchst ist ein inniges Gebet Und Augen, Mund und Ohren Die dir das Grauen nehmen Das Schicksal lauert immer irgendwo In dieser und in anderer Form Und bist du es Der sich gerade im Glück wähnt Schlägt es zu, dir ins Gesicht Wo bist du Der du gnädig und Zu heilen vermagst? Die Hoffnung Ist unser letztes Gebet © Sabine Fenner  © SF
|
|
|
Ein Abschied
An deinem Himmel Sah ich Farbnuancen Von unendlicher Schönheit
Und wieder einmal Hatte ich das Gefühl Der Schöpfung nah zu sein
Kein Wind ging und Es schlug nicht mehr so wild Das Herz, das ich im Sommer trug
Es wird die Zeit kommen Da ich zurückkehre Mit meinen Träumen
So nahe bei dir
© Sabine Fenner
 © SF
|
|
|
In diesen Breiten
Heut in der Früh Sah ich deinen eiskalten Atem Auf dem Sims und nun Weiß ich, es wird Zeit Das wärmende Gewand zu sichten
Es behagt mir nicht Dass du so unruhig bist Denn es drängt dich Durch alle Spalten Spüre ich deinen Zug Und ich schaue nach dem Holz Dichte die Fenster, bevorrate mich Wie sie es tun, da draußen
Ich bin daran gewöhnt Dass sich das Jahr wandelt Dass das Licht kommt Die Sonne höher steht Wir es zünden müssen Dunkelheit schlägt aufs Gemüt
Bin ich doch froh Hier zu leben
© Sabine Fenner
|
|
|
In V-Formation
Glaubt nur, ich werd' euch missen Den Gesang unter meinem Fenster
Ich atme Nebelluft Schenke den Kübeln eine Bleibe
Tausche die Farben In meinem Kopf aus
Und Herbstlast unter meinen Füßen Die keiner will
© Sabine Fenner
|
|
|
[erste Seite] [eine Seite zurück]
[eine Seite weiter]
|
 |
|
| | |
|